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  • Wetten, dass.. mit Attensity Analyze Tontechnik-Gespött ausgeblieben wäre?

    Samstag 6. Oktober 2012, 20:15 Uhr: 43,7 Prozent des Fernsehdeutschlands schaut gebannt und gespannt „Wetten, dass..?“. Das riesige Interesse vor allem am neuen Moderator Markus Lanz beschert der ZDF-Sendung die beste Einschaltquote seit 2008. Begierig haben die Medien das Lanz-Thema im Vorfeld aufgeputscht, um es konsequent an den Tagen danach auszuschlachten. Je nach Boulevard-Blickwinkel bestanden Moderator und Show oder fielen durch.

    Natürlich wollte auch das Attensity-Social-Analytics-Team wissen, wie das neue alte „Wetten, dass..?“ in den Sozialen Medien ankommt. Diesmal haben wir uns auf Twitter und Facebook im Zeitraum 6. bis 8. Oktober konzentriert. Fast 8.000 Tweets und Facebook-Kommentare lieferten die Twitter Firehose und unser Facebook-Input-Handler an Attensity Analyze.

    Neben der Frage nach der allgemeinen Tonalität und den Top-Themen sollte uns Attensity Analyze insbesondere folgende Fragen beantworten: Wie gut kam Markus Lanz an? Wer waren die beliebtesten Gäste? Passte das neue Konzept? Gab es einen Social-Media-Wettkönig?

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    Tonalität im Zeitverlauf am 6. Oktober ab 20:10 Uhr

    62 Prozent der Beiträge äußerten sich positiv über die Sendung, die Moderatoren, die Wetten, die Gäste und das neue Bühnenbild. Der Moderator Lanz erhielt 64 Prozent und das neue Sendungskonzept sogar 66 Prozent positive Aussagen. Der Zeitverlauf der Tonalität zeigt anschaulich den deutlichen Anstieg der positiven Social-Media-Beiträge zum Ende der Show. Alles in allem Werte, mit denen ZDF und Lanz durchaus zufrieden sein können.

    Weniger gut kamen die Co-Moderatoren an. 59 Prozent negative Aussagen straften Cindy von Marzahn ab. Michael Kessler, die Jauch-Parodie, schaffte gerade noch ein 50:50-Verhältnis von Positiv und Negativ. Hauptvorwurf der Kritiker: Das ZDF nähere sich RTL-Niveau an, nur um jüngere Zuschauer zu locken.

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    Tonalität über Show-Acts und Wett-Paten

    Auch die Gäste, also die Wett-Paten und Show-Acts, wurden sehr unterschiedlich bewertet. Allen voran der polarisierende Karl Lagerfeld. 84 Prozent konnten mit ihm und seinem Auftreten nichts anfangen. Er sei langweilig und eine Spaßbremse waren die häufigsten Vorwürfe. Jennifer Lopez kam ebenfalls nicht viel besser weg. 63 Prozent waren unzufrieden mit ihrem Auftritt. Top dagegen Cro, Campino und Wotan Wilke Möhring. Der Pop-Rapper gefiel 56 Prozent. Das Hosen-Urgestein begeisterte wie der zukünftige Tatort-Kommissar jeweils 82 Prozent. Wilke Möhring wurde sogar mehrfach als Ersatzmoderator für Markus Lanz vorgeschlagen.

    Der Social-Media-Wettkönig wurde übrigens nicht Cihan Calis mit seinen Slackline-Fallrückziehern, sondern Monika Thaler mit ihren erratenen Hunderassen. Lanz-Challenge und Stadtwette waren die nächstbeliebtesten Wetten, zumindest was die Zahl der Nennungen in Twitter und Facebook anbelangt.

    Sogar das Bühnenbild und die fahrbare Couch – beides Neuerungen – wurden beurteilt. Das Bühnenbild erhielt 62 Prozent und die Couch 87 Prozent negative Aussagen. Bei beiden ist also deutlich Luft nach oben.

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    Tonalität über Bühne und Technik

    Den Wert von Social Analytics in Echtzeit zeigte ein technisches Problem, das die ganze Sendung begleitete. Die Zuschauer beschwerten sich so häufig via Twitter und Facebook über Probleme mit dem Fernsehton, dass er sofort zur Nummer 1 der Negativthemen wurde – mit knapp 90 Prozent Kritik. Schadenfroh vermutete man den gern zitierten Praktikanten an den Reglern und wettete darauf, dass der Tontechniker seinen Job verlöre. Die Exhaustive Extraction™ von Attensity Analyze hätte dem ZDF-Team sofort angezeigt, dass etwas Unvorhergesehenes eingetreten ist. Und man hätte evtl. früher reagieren können.

    Ob die guten Werte für Sendung und Markus Lanz sich nur aus Welpenschutz-Gründen ergaben, muss die nächste „Wetten, dass..?“-Sendung zeigen. Wir werden wieder live dabei sein.

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