Call 1-800-721-0560

Armstrongs Geständnis in Twitter

In 250.000 englischsprachige Tweets wurde heute Nacht und am frühen Morgen das Doping-Geständnis von Lance Armstrong kommentiert. Allein während der ersten 30 Minuten des Interviews mit Oprah Winfrey lieferte die Attensity Pipeline circa 48.000 Tweets. Dies zeigt erneut die Bedeutung, welche inzwischen der Kommunikation in sozialen Medien zuzumessen ist – und hier wurden ausschließlich Tweets bewertet!

Zeitverlauf der Tweets zwischen 02:00 und 09:00 Uhr
Zeitverlauf der Tweets zwischen 02:00 und 09:00 Uhr

Da wir nur die englischsprachigen Tweets untersucht haben, kommen wie erwartet die meisten Tweets aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien. Innerhalb der USA sind die engagiertesten Twitterer in den Bundesstaaten Kalifornien, Texas und New York. Auch das ist wenig überraschend, da Kalifornien und New York die Social Media Hochburgen in den USA sind und Texas ist die Heimat von Lance Armstrong.

Interessant wird es allerdings bei der inhaltlichen Auswertung der Tweets. Bei den emotionalen Begriffen überwiegt deutlich der Ärger, gefolgt von desinteressiert, traurig, aufgeregt, glücklich, verwirrt und besorgt.

Emotionale Begriffe in den Tweets
Emotionale Begriffe in den Tweets

Schauen wir nun in die Aussagen. Dass Lance Armstrong gedopt hat, steht klar an erster Stelle (52 Prozent). Sein eigentliches Geständnis rangiert allerdings nur auf dem fünften Platz (5 Prozent). Auf dem zweiten Rang reihen sich die zynischen und ironischen Tweets ein, die Armstrongs Verhalten pointiert kommentieren (12 Prozent). Den dritten Platz belegen die Tweets, die Armstrongs langes Täuschen kritisieren (8 Prozent).

Top-Aussagen in den Tweets
Top-Aussagen in den Tweets

Trotzdem wird in mehreren hundert Tweets auf seine Verdienste für die Krebsstiftung Livestrong hingewiesen (7 Prozent). Und viele respektieren ihn immer noch (4 Prozent) bzw. würdigen seine Courage, dass der das Doping zugegeben hat (4 Prozent). Zwei Prozent schreiben sogar, dass er immer noch ihr Held wäre.

Süffisante Beispiel-Tweets
Süffisante Beispiel-Tweets

Anders als die Medien hält die Social-Media-Gemeinde zumindest in kleinen Teilen noch zu Armstrong. Obwohl er auch dort bei den meisten Ärger und Abneigung hervorruft.